Auf Kur mit Frau und Fisch... bei Philipp Braun

Trauminseln – Domaine des Iles

Langsam taucht der massive Körper des Spieglers in das warme Wasser des kleinen Sees. Allmählich entgleitet er meinen Händen. Nun sieht er noch schwerer aus als an Land. Seine goldene Färbung wird zu einem kräftigen Grau und die Narben auf seiner Flanke sind noch markanter sichtbar als er sich ein letztes Mal majestätisch zu mir dreht bevor er mit einem kraftvollen Flossenschlag in die Tiefe und damit aus meinem Blick verschwindet. Mit diesem Fisch hatte ich nicht gerechnet. Nicht jetzt. Er ist die Kirsche auf der Sahne eines Kuchens, der zu gut schmeckt, um ihn in Worten zu beschreiben. Ich will es trotzdem versuchen.
Die Lodge bietet Komfort, den nicht nur meine Freundin zu schätzen weiß
Seit der Beendigung der Dreharbeiten zur Phil on Carp DVD habe ich kaum geangelt. Letztes Jahr im Dezember wurde ich krank und musste ein paar Monate warten bis ich mich endlich operieren lassen konnte. Seit März erhole ich mich langsam davon. Ich träumte von einem Urlaub, in dem ich wieder Kraft tanken könnte. Wer meine Artikel liest, der weiß, dass ich auch gerne anstrengende Angeltouren plane und oft mit dem Schlauchboot und viel Tackle unterwegs bin aber danach stand mir nicht der Sinn. Anfang des Jahres kontaktierte Jeroen Albers von „The Carp Specialist“ mich und Er bot mir außerdem an, mich an ihn zu wenden, wenn ich mal einen schönen Angelurlaub verbringen wolle. Ich schaute mir die Gewässer sehr genau im Internet an und fand Gefallen an der Idee, gelegentlich einen Urlaub an einem dieser Seen zu verbringen. Nicht unbedeutend war dabei die Überlegung, dass ich mit meiner Freundin dort schöne Zeit verbringen könnte, da es an den Gewässern von Toiletten, Duschen und teilweise auch Schlafmöglichkeiten gibt. Ich sagte Jeroen zu, das Unternehmen zu unterstützen und zu promoten und Jeroen arrangierte für meine Freundin Rebecca und mich eine Reise an den Domaine des Iles für eine Woche im Mai. Wir könnten die Lodge am Back Lake bewohnen und hätten den kleinen See exklusiv für uns. Das war ein wahnsinnig tolles Angebot und ich freute mich unglaublich darauf mit Rebecca die Ruhe dort zu genießen, ihr mein Hobby näher bringen zu können und ganz nebenbei den ein oder anderen schönen Karpfen zu fangen.
Der etwa 4 Hektar Große Backlake ist ein echtes Idyll
Die Vorbereitungen der Tour verliefen in den letzten Tagen vor dem Urlaub gewohnt stressig, ich kannte den Gewässerkomplex und wusste, was mich erwartet. Vor sieben Jahren hatte ich schon einmal am Domaine des Iles gefischt, damals am Mainlake. Es gibt zwei Gewässer auf dem Grundstück der Familie Caron. Der Mainlake ist etwa 8 Hektar groß, hier ist mit eher wenigen, dafür großen Fischen zu rechnen, der Backlake ist mit 3 Hektar Wasserfläche einfacher, hier ist mit vielen und dafür kleineren Fischen zu rechnen. Leichtes Spiel – dachte ich! Als ich damals am Domaine des Iles fischte startete ich am Mainlake und nachdem ich in vier Nächten einen Dreißiger gefangen hatte, movte ich an den Backlake und fing dort in einer Nacht 5 Fische zwischen 15 und 20 Pfund. Ich hatte also allen Grund zu glauben, dass ich mich auf eine nicht zu große Herausforderung einlassen würde, wenn ich diesmal Freundin und Angeln gerecht werden wollte. Die Bodenstruktur der Gewässer ist recht stark verschlammt und die Ufer sind zum Teil unterspült, was Angeln ganz dicht an der Uferkante erfordert. Daher wollte ich mir vor dem Trip noch ein Futterboot besorgen und bekam freundlicherweise eins von Planet Vopi Baitboats. Was das Futter betrifft, so wollte ich Nutrabaits Big Fish Mix Freezers mit Cranbery Flavour in 15 mm und etwas Groundbait verwenden.
... und wir kescherten einen kleinen... Wels!
Wir kamen nach einer entspannten vierstündigen Autofahrt von Köln aus am Gewässer an, wo Bernard Caron uns am riesigen Tor vor dem Landgut abholte und uns zu unserem Ferienhaus begleitete. In den letzten Tagen hatten ein paar Holländer in der Hütte gewohnt und zunächst nichts gefangen, dann in der letzten Nacht doch noch ein paar Fische bis 25 Pfund erwischt. Wenn sechs Ruten an diesem See innerhalb von mehreren Nächten kaum Fisch bringen, konnte das für mich nur Eines bedeuten: Die Fische sind mehr mit dem Laichen als mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt und meine Befürchtungen schienen sich zu bestätigen als bereits bei meinem ersten intensiven Blick auf das malerische Gewässer immer wieder Flossen zwischen den Seerosen aufblitzten. Ich nahm dies zunächst auf die leichte Schulter und wir genossen unseren ersten Urlaubstag. Von der Lodge aus hat man einen Überblick über den gesamten kleinen See. Vor der Terrasse des Hauses ragt eine Landzunge in den kleinen See hinein, so dass man in alle Richtungen fischen kann. In der prallen Mittagssonne baute ich meine zwei 11 Fuß Ruten auf und warf sie bestückt mit Boilies knapp vor die gegenüberliegenden Ufer. Abends holte ich die Ruten wieder aus dem Wasser und wir gingen zufrieden schlafen. Mein Plan vor dem Urlaub war gewesen tagsüber zu angeln und entspannt ein paar Fische zu fangen, um dann die Abende mit Rebecca zu verbringen doch als ich am zweiten Abend noch keine Aktionen verzeichnen konnte, baute ich zwei weitere Ruten auf, mischte etwas Groundbait an und platzierte die Montagen präzise an vier verschiedenen ufernahen Spots. In der zweiten Nacht bekam ich einen Fallbiss auf weite Distanz und wir konnten nach kurzem aber heftigem Drill einen Graskarpfen von etwa 25 Pfund landen.
einen Graskarpfen von etwa 25 Pfund
Der dritte Tag verlief wieder ruhig. Ich fing an, an den Montagen zu feilen, bastelte längere Vorfächer und tarierte die Boilies mit etwas auftreibendem Moosgummi aus, so dass sie auf dem Schlamm und auch dem kleinsten Krauthalm liegen bleiben würden. Rebecca las tagsüber und beobachtete mein Treiben mit Interesse und einer Portion Humor, denn langsam packte mich der anglerische Ehrgeiz. Angesichts der bescheidenen Ausbeute war ich inzwischen sicher, dass die Fische durch einen Wettereinbruch beim Laichen gestört worden waren, was ihnen wohl ein wenig auf den Bauch geschlagen hatte. Wir genossen den Abend hinter den ausgelegten Ruten mit einer Flasche Wein auf meiner Liege und schauten in den Himmel als uns ein Vollrun aus unserer Ruhe riss. Sofort hing de Fisch im Holz am gegenüberliegenden Ufer fest und ließ sich aus meiner Position nicht mehr befreien. Bernard hatte einem anderen Angler gestattet, vom Mainlake an den Backlake zu moven und ich rief so laut ich konnte nach dem anderen Angler, damit er mit dem speziell für solche Fälle vorgesehenen Boot zu uns kommen würde. So lernten wir Alex kennen. Einen sympathischen Typ, der Rebecca und mich mitnahm zu dem Baum, in dem unser Fang noch festhing. Dort angekommen löste ich im Schein der Kopflampe die Schnur aus dem Gehölz und wir kescherten einen wunderschönen kleinen - Wels! Rebecca manövrierte uns zurück ans Ufer und wir genossen noch das eine oder andere Bier mit Alex bevor wir zufrieden ins Haus gingen.
Ein kleiner Schuppie, Rebeccas erster Karpfen
Am vierten Tag kam Bernard Caron zu uns und lud uns ein auf eine kleine Erkundungstour seines Grundstücks. Mit dem Geländewagen fuhren wir zunächst eine große Runde um den Mainlake. Im Gespräch mit den anderen Anglern stellte sich heraus, dass die Karpfen tatsächlich laichen. Die einzigen produktiven Stellen waren solche, die nah an den Laichgebieten der Fische lagen, so dass einige Karpfen wohl auf dem Weg zum oder vom Laichen abgefangen werden konnten. Bernard jagt auch auf seinem Grundstück und zeigte uns seinen Hochsitz, von dem aus man weite Felder überblicken kann. Die Carons sind stolze Besitzer des einzigen privaten Stück Fluss in Frankreich. Das gesamte Gelände ist zerklüftet in kleine Gräben und auf den Seen sind viele kleine Inseln. Bernard kann den Wasserstand des Mainlakes selbst regulieren durch Zulauf oder Ablauf aus dem Wassersystem auf dem Gebiet. Nach unserer Tour schenkte er uns noch eine Flasche Rotwein aus der Region. Wir saßen in der Sonne, tranken den Wein, genossen die unglaubliche Geräuschkulisse der vielen Vogelstimmen und fühlten uns wie Gott in Frankreich. Doch langsam aber sicher packte mich der Ehrgeiz, noch einen Karpfen zu fangen bevor wir abreisen müssten. Am Abend kam ein deutsches Paar am Backlake an, Markus und Sabine, die dort ein Jubiläum feiern wollten und mit denen ich im Vorfeld telefonisch vereinbart hatte, dass sie dazu mit in der Lodge wohnen könnten. Markus baute noch am Abend seine vier Ruten auf und wir fachsimpelten ein wenig in der Küche während die Frauen auf der Terrasse Wein tranken. Ich erzählte Markus von meinem Ehrgeiz noch einen guten Fisch zu fangen und davon wie schwierig die Session bisher aus anglerischer Perspektive war. Er entgegnete, dass ich zufrieden sein solle, mit meiner Freundin an diesem wunderschönen Gewässer eine so traumhafte Zeit bei so gutem Wetter verbringen zu dürfen und meinte, dass jetzt auch noch gute Fische zu fangen ja schon fast zu viel des Glücks wäre. Diese Einstellung konnte ich teilen und wir saßen noch lange gemeinsam auf der Terrasse bis uns schließlich ein Dauerton meines Piepers aus unseren Erzählungen riss. Nach einem schönen Drill kescherten wir einen kleinen Schuppenkarpfen. Ich war überglücklich und bei der Fotosession mit dem so sehr ersehnten Karpfen entstand die Fotostrecke mit Rebeccas ersten kleinen Karpfen, doch es sollte noch besser kommen. Nach dem kleinen Fisch war ich eigentlich seelig doch schon wieder meldete sich ein Siren, diesmal an der weit ausgelegten elf Fuß Rute. Markus holte das Boot und Rebecca drillte bis der Fisch kurz vor dem Kescher war. Als wir erkannten, was wir da gehakt hatten, übernahm ich die Endphase des Drills und Markus kescherte einen der Topfische des kleinen Sees. Ich war so glücklich wie ich es schon lange nicht mehr war nach dem Fang eines großen Karpfen. Irgendwie kam alles zusammen, ich war wieder gesund, Rebecca war bei mir in dieser wunderschönen Umgebung mit netten Leuten und zum Abschluss hatten wir nun noch einen Fisch gefangen, für den wir eigentlich gar nicht hergekommen waren. Im Morgenlicht schossen wir noch ein paar Bilder und machten uns auf, die letzte Nacht unserer Reise im nur 100 km entfernten Paris zu verbringen. Mit einem Baguette an der Seine vor dem Eifelturm ließen wir das Erlebte Revue passieren. Ich hätte mir keinen schöneren Urlaub vorstellen können.
Irgendwie kam alles zusammen...
Ihr Philipp Braun
www.philoncarp.de
INFO: In Heft 30 von Carp in Focus lesen Sie einen ausführlichen Reisebericht. Philipp Braun hat mit seiner Freundin ein paar Tage am Back Lake verbracht und dort auch einen der Dicken über 20 Kilo gefangen! Heft 30 bestellen? KLICK HIER
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Jeroen

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The Carp Specialist, nicht einfach nur ein Name, sondern Programm. Dass dem so ist, davon konnte ich mich selbst bereits über viele Jahre hinweg überzeugen. Die Beratung und der Service fangen hier nicht etwa erst nach dem Zahlungseingang an, sondern gleich vom ersten Gespräch an. Jeroen nimmt sich immer viel Zeit für uns, beriet bei der – der Jahreszeit entsprechenden – Wahl des Gewässers sowie bei der Auswahl der optimalsten Angelstellen. Das Buchen geht immer unkompliziert und ist reine Formsache. Hier bekommt man eine ehrliche Beratung! Auch dieses Jahr fahren wir wieder über The Carp Specialist in Angelurlaub.
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