Der Windmill Lake im Herzen Frankreichs

Der Winter in Deutschland wollte dieses Jahr einfach nicht enden! Die meisten Gewässer waren noch zugefroren und an Fischen war noch nicht zu denken…warum dann ewig darauf warten!? Ab nach Frankreich!

Das erste Mal…

ging es für mich und meinen Kumpel Hans-Jürgen sowohl nach Frankreich, als auch an einen sogenannten Paylake. 900km Autofahrt standen vor uns, die wir nach 10 Stunden Autofahrt geschafft hatten. Am Seegelände angekommen wurden wir von Seebesitzer Anton und seiner Frau Diaan herzlich mit einer heißen Tasse Kaffee und einem kleinen Bier am Windmill Lake willkommen geheißen. Gastfreundlicher geht es in meinen Augen nicht. Wir besprachen kurz die Lage am See, machten einen kleinen Rundgang ehe wir uns für die Angelplätze 3 und 4 entschieden und das Lager einrichteten. Von anfänglichem gewohntem Aufbaustress keine Spur! Kofferraum auf, Tackle raus und wir konnten schon aufbauen. Kein lästiges Tackleschleppen mit Trolly, Boot und dergleichen. Die Angelwoche konnte beginnen!

Das ist Urlaub!

Sanitäre Anlagen, Stromanschluss an jedem Angelplatz und WiFi-Zugang machen den Windmill Lake zu einer Angelgelegenheit mit allen Möglichkeiten. Verzichten muss man hier auf wirklich nichts. Selbst wenn Sie keine Lust haben, jeden Tag selber zu kochen, machen das die ehemaligen Hotelbesitzer Diaan und Anton gerne für Sie. Auf einer abwechslungsreichen Speisekarte ist hier ebenfalls für jeden etwas dabei, wobei das Essen dem eines Restaurants in keinster Weise nachsteht. Tipp: Probieren Sie die Spare Ribs! Die bestellten wir nicht nur einmal!
Und dann auch noch nebenbei Fische fangen! Was will man mehr!?
Sollten Sie etwas brauchen oder ein Problem haben, scheuen Sie sich nicht, Anton oder Diaan zu fragen, denn beide sind sehr hilfsbereit und möchten Sie so gut es geht unterstützen, sodass Sie die Woche am Windmill Lake entspannt und reibungslos verbringen können.
Die Fangresultate kamen natürlich auch nicht zu kurz. Trotz der für Frankreichverhältnisse noch kalten Temperaturen konnten wir zu zweit 12 Fische mit hohem Durchschnittsgewicht fangen. Angelplatz 4 war hierbei deutlich produktiver, da man hier tiefe Stellen in einer ruhigen Ecke beangeln kann. Wir erhielten regelmäßig Meldung von unseren Freunden aus Deutschland, dass die Gewässer immer noch zugefroren waren. Wir hingegen konnten schon die ersten Fische 2013 fangen…wie gemein! Den ersten Fisch konnte mein Kollege bereits nach 2 Stunden Angeln in den Kescher führen; noch dazu ein schöner 15-Kilo Spiegler. Der Anfang war also gemacht.
Nach der ersten Nacht am Windmill Lake reisten auch mein Kumpel Arjan mit seinem Vater an. Ich freute mich, Arjan seit langer Zeit mal wieder zu treffen. Der Spaß kam daher kaum zu kurz. Er bezog Stelle 1 und sein Vater entschied sich für Stelle 2, von der aus man in der Nähe eines kleinen Schongebietes fischen kann. Er hatte die Fische sofort am Platz, da sie einfach solche ruhigen, verwinkelten und mit kleinen Inseln gespickte Plätze lieben. An dieser Stelle möchte ich unbedingt erwähnen, dass es an diesem Spot unbedingt erforderlich ist, immer am Angelplatz zu sein. Da man inmitten von Hindernissen fischt, sollte man bei einem Biss so schnell wie möglich die Rute in der Hand haben. Ich persönlich fischte an meinem Platz schlaffe Schnüre, an Platz 2 geht das aber nicht! Man braucht sofort Kontakt zum Fisch, um ihn von Hindernissen fernzuhalten. Ansonsten läuft man Gefahr, ihn zu verlieren. Das gilt nicht nur am Windmill Lake, sondern überall. Passen Sie Ihren Rutenaufbau, sprich Ihre gesamte Präsentation der Situation an!

Montagen

Was die Rigs angeht, beginne ich an fremden Gewässern vorerst mit altbewährten Methoden, die über Jahre zuverlässig ihre Fische gefangen haben. Ich liebe kurze Rigs –vorausgesetzt die Härte des Bodens lässt den Einsatz derer zu- mit Wide Gape Haken der Größe 6 bis 8 und schweren Bleien jenseits der 100 Gramm. So kann ich immer sicher sein, dass sich der Fisch ordentlich und schnell durch das Bleigewicht hakt. Wenn ich keine Hindernisse am Angelplatz habe, setzte ich auf sogenannte „semi-fixed“ Systeme (an Angelplatz 2 rate ich davon dringendst ab!). Semi-fixed Systeme sind halbfeste Bleisysteme, bei denen das Blei zuerst fest am Wirbel sitzt, sich nach dem Biss und beim Kopfschütteln des Fisches löst und den Leader oder die Schnur entlang nach unten gleitet. Der Vorteil darin liegt an der Tatsache, dass sich der Fisch das Bleigewicht nicht mehr zunutze machen kann, um den Haken aus seinem Maul zu schütteln. Erfahrene, alte und vor allem hart beangelte Fische zeigen oftmals dieses Verhalten. Bei einem semi-fixed Bleisystem gelingt ihnen das nicht, denn das Blei rutscht vom Körper des Fisches weg und die Energie, die der Fisch auf das Blei beim Kopfschütteln übertragen kann, verpufft regelrecht. Ich finde, für den Windmill Lake ist das eine mehr als adäquate Lösung.
Ein weiteres meiner Lieblingsrigs ist das bereits oben erwähnte Chod Rig. Dieses Rig ist wohl jenes, das es schafft, den Hakenköder immer nahezu zu 100% sauber zu präsentieren. Dabei macht es keinen Unterschied, auf welchem Untergrund Sie fischen - ob Kies, Sand, Schlamm oder Kraut. Wenn Sie nicht wissen, welche Gegebenheiten Sie an einem Gewässer vorfinden, ist doch ein Chod Rig die perfekte Wahl. Hans-Jürgen montierte gleich von Anfang an auf zwei seiner Ruten das Chod Rig…und seine Entscheidung war Gold wert. Sie müssen nur ein paar Dinge dabei beachten. Sehr wichtig ist, dass Sie durchhängende Schnüre fischen, da sich sonst die Hauptschnur nicht den Bodenstrukturen anpasst und sich so das Rig nicht schön auf den Gewässergrund setzen kann. Denn genau diese Tatsache macht diese Präsentation so vielseitig einsetzbar, da sich das Rig wirklich auf jeden Ast, jeden Krautstengel, jede Erhebung, jeden Stein „setzt“ und den Köder samt Haken zuverlässig für einen Anbiss präsentiert.
Ein weiterer Punkt, den ich ansprechen möchte, ist das Bleigewicht. Beim Chod-Rig hakt sich der Fisch weniger durch das Blei, als durch den Druck der Hauptschnur, der eher an einen gummiartigen Effekt erinnert und sich so gut für erfahrene Fische, wie beispielsweise am Windmill Lake eignet, die gelernt haben, normale Bleisysteme schnell loszuwerden. Denn beim Chod-Rig baut sich der Druck erst langsam auf die Hakenspitze auf, ähnlich wie beim Bungee-Rig. Aus diesen Gründen rate ich, das Bleigewicht so leicht wie möglich, aber so schwer wie nötig zu wählen. Stellen Sie sich vor, Sie angeln über weichem Schlamm – leichtere Bleie sinken nicht weit ein! Orientieren Sie sich hierbei also eher an der Wurfdistanz, die Sie erreichen wollen. Am Windmill Lake werden Ihnen leichte Bleie von um die 50-60 Gramm locker ausreichen, da man alle Stellen damit gut anwerfen kann.
Als Nächstes haben Sie die Möglichkeit, das Chod-Rig entweder auf Leadcore oder auf der blanken Hauptschnur zu fischen, diese Präsentation ist mittlerweile auch als „naked Chod-Rig“ bekannt. Das ist aber Geschmackssache, für welche Art Sie sich letztendlich entscheiden. Seit kurzem gibt es dafür sehr einfache, schnelle und vor allem benutzerfreundliche Systemkomponenten, die zudem auch sehr fischfreundlich sind – fischsicherer geht es kaum! Das „Problem“, das nämlich bei Chod-Systemen besteht, ist, dass sich bei einem Schnurbruch das Blei nicht per se lösen kann. Hier muss nämlich das Rig von der Hauptschnur gleiten! Das wird durch geschlitzte Perlen erreicht, die von der Hauptschnur fallen, sobald Druck auf sie kommt. Das Rig gleitet demnach von der gerissenen Schnur und alles, was der Fisch nun im Maul hat, ist das kurze Chod-Rig.
Noch ein kleiner Tipp von mir: Packen Sie alle möglichen Farben mit ein! Fische können sich nicht nur im Frühjahr, sondern das gesamte Jahr hindurch auf bestimmte Farben einschießen. Gelb, Weiß und Orange sollten Sie unbedingt dabei haben. Auch wenn die Fische keinen Hunger haben sollten, ein auffälliger Pop-Up oder Schneemann kann die Karpfen immer zu einem Anbiss verleiten. Denn neugierig sind Fische allemal!

Köder

Lange im Voraus planten wir unsere Ködertaktik. Welche Ködergrößen? Fischmehl-, Birdfood- oder Milchmix? Welcher Flavour? Man will ja schließlich für alles gerüstet sein, um schnell mal die Köder wechseln zu können, sollte die vorher überdachte Taktik nicht erfolgsträchtig sein. So entschied ich mich nach Rücksprache mit Jeroen Albers, dem Betreiber von „The Carp Specialist“ für kleine Köder. Da keine Weißfische im See vorhanden sind, brauchen Sie keine großen Köder mitbringen. Kleine Köder sind ohnehin attraktiver für die Fische, nur wird deren Nutzung oftmals durch Brassen, Rotaugen etc. unmöglich. Nicht am Windmill Lake! Ich ließ mir daher von Successful Baits die bewährten Krill Black Pepper Boilies in 14mm abrollen. Weiße auffällige Scoberry Boilies komplettierten mein Waffenlager. Auch mein Kollege verteilte ein paar Hände voll kleiner Köder entlang einer Uferkante. Über den verteilten Ködern fischte er 12mm Pop-Ups am Chod Rig – mit Erfolg!
Die Fische waren nach dem Winter in hervorragender Kondition und makellos. Ich persönlich tat mich etwas schwer, die Fische an meinen Spot zu bekommen, da es hier dafür noch zu flach war. Die Fische standen etwas tiefer in geschützten Ecken. Hier konnte Hans-Jürgen die meisten der Fische fangen.
Ehrlich gesagt hatte ich zu Beginn der Reise etwas Angst, dass das Angeln am Windmill „zu einfach“ werden würde, denn ich bin eher weniger der Freund davon, wenn einem die Fische quasi von allein in den Kescher springen.
Damit will ich auch mit Vorurteilen aufräumen und für Paylakes eine Lanze brechen! Das Fischen an derartigen Gewässern muss nicht immer einfach sein. Die Fische haben das gesamte Jahr hindurch Angeldruck. Das Futter fliegt jeden Tag ins Wasser, weswegen diese Fische nicht fressen MÜSSEN. Wenn die Karpfen den Köder heute nicht fressen, dann eben morgen…oder in ein paar Tagen. Die Fische haben wohl schon fast jeden Köder und jedes Rig gesehen, was es für uns Angler nicht einfacher macht. Das kann schon mal sehr verzwickt werden und man muss tief in die Trickkiste greifen, um die Burschen fangen zu können. Dafür werden Sie mit schönen Fischen belohnt, die ordentlich Gewicht auf den Rippen haben.

Fazit

Persönlich habe ich wirklich alles probiert, was Sie sich vorstellen können. Einfache Köderpräsentationen mit semi-fixed Bleisystemen über auffälligen Pop-Ups, bis hin zu Zig Rigs, die ich im Mittelwasser und knapp unter der Wasseroberfläche fischte. Wenn die Fische nicht am Platz sind, ist das eben so. Dann kann man sich auf den Kopf stellen. Doch am letzten Abend konnte ich dann mit einem Chod Rig und einem Pineapple Pop-Up, das ich in die Mitte des Sees warf, einen schönen Abschluss der ohnehin gelungenen Reise setzen. Zufrieden waren wir Beide allemal! Die ganze Woche hindurch gab es keinerlei Probleme, selbst wenn, hätte das Anton sofort geregelt!
So verabschiedeten wir uns nach 7 Nächten Fischen und Erholung von Anton und Diaan und verließen den Windmill Lake Richtung Heimat. Ich kann mir vorstellen, dass dies nicht unser letzter Ausflug an einen derartigen See war. Wert ist es in jeglicher Hinsicht!
Eine schöne Zeit am Wasser!
Michael Fleischmann
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